Worldcongress of the Hedonist International

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Der MathehasserInnenclub - Lernen aus traumapädagogischer Sicht
2022-05-27 , Teekesselchen
Language: Deutsch

Für viele Menschen ist Mathe das Trauma überhaupt. Hast du auch Stress mit Mathe? Ich stelle den MathehasserInnenclub vor, eine Art AG für überzeugte MathehasserInnen. Es geht um das Lernen aus traumapädagogischer Sicht, dein Säugetiergehirn und Psychoedukation und Selbstfürsorge. Und darum, wie die Traumapädagogik helfen kann, der eigenen Wahrnehmung zu trauen, um Krisen im Leben wie z.B. das deutsche Schulsystem gut zu überstehen. Du hasst Mathe oder hast andere Blockaden? Dann komm vorbei!


Wenn es um Mathe und Rechnen geht, schalten viele Menschen schon ab, bevor es überhaupt richtig losgeht. Und viele Menschen haben eine ziemlich lange gruselige Geschichte in der Schule mit Mathe erlebt und werden das auch später nie wirklich los. Deswegen ist es gut, sich da mal auf eine positive Weise mit zu befassen. Das Traumamodell bietet da einen wissenschaftlich fundierten Ansatz und die Traumapädagogik liefert den dazu passenden Methodenkoffer. Das funktioniert übrigens auch gut bei anderen Blockaden aller Art – sei es nun das Prokrastinieren bei der Steuererklärung oder dem Lernen für eine große Prüfung an der Uni.

Weil über Mathematik und Naturwissenschaften immer viel Bewertung transportiert wird – wenn du Mathe kannst bist du klug, sonst eben doof – spiegelt sich da auch eine gesellschaftliche Spaltung wieder. Vielleicht ist man ein Nerd und kommt gut mit abstraktem Rechnen und technischen Dingen klar. Dann profitiert man von dieser Bewertung und fühlt sich zumindest „klug“ oder ein bisschen klüger als der Rest. Oder man kann es eben nicht und distanziert sich eher, nach dem Motto „Ich kann das ja eh nicht, mich interessieren eher Sprachen oder soziale oder politische Themen, etc.“. Durch den Bewertungsdruck polarisieren sich so die Menschen in zwei Lager, die eher wenig Schnittstellen haben. In Zeiten von großen komplexen Krisen ist diese Spaltung ein großes Problem. Um eine Krise wie den Klimawandel zu bewältigen, braucht es Wissen und Lösungen im sozialen, ökonomischen, politischen, naturwissenschaftlichen und auch technischen Bereich, und möglichst viel interdisziplinäre Vernetzung zwischen all diesen Bereichen. Durch diese gesellschaftliche Spaltung gehen uns große Ressourcen verloren.

Ich stelle auch mein Schulprojekt vor: den MathehasserInnenclub, wo es darum geht, der Mathematik ihren Schrecken zu nehmen und Psychoedukation und Selbstfürsorge in die Schule zu bringen. Denn wer für sich selber sorgen kann und der eigenen Wahrnehmung traut, übersteht auch unser Schulsystem und den Matheunterricht. Und lernt nebenbei noch etwas darüber, wie man mit Krisen im Leben umgehen kann und resilienter durch unsere verrückte Welt laufen kann.

Dieser Vortrag ist auch spannend für dich, wenn du zwar mit Mathe klarkommst, aber Stress mit deiner Steuererklärung, eine Schreibblockade hast oder sonst wie nicht klarkommst. Erkläre ich alles.

Ich bin Mathelehrerin, Montessoripädagogin und Traumapädagogin. Ich denke, niemand sollte Stress mit Mathe haben und beschäftige mich mit freundlicher Mathematik und traumapädagogischen Ansätzen.