Worldcongress of the Hedonist International

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"Der Weg in die Festung EU“ interaktiver Vortrag von Blindspots
2022-05-28 , Kino
Language: Deutsch

In diesem interaktiven Vortrag geben Aktivistinnen von Blindspots e.V. einen Einblick in die Lebensrealitäten von People on the Move im bosnisch-kroatischen Grenzgebiet.


Auf dem Weg in die Festung EU
Migration und Flucht sind der historische Normalfall und für viele Menschen auf der Welt ein
fester Bestandteil ihrer Lebenserfahrung. Fast 80 Millionen Menschen sind weltweit
gezwungenermaßen Vertriebene, dabei sind die meisten von ihnen (93%) Binnenvertriebene
und suchen Zuflucht in den Ländern des Globalen Südens. Dennoch spielt die Debatte um die
Aufnahme von People on the Move in die EU eine große Rolle und das Bild der „Festung
EU“ wird weiter durch soziale und politische Interventionen gestärkt.
Wir wollen die Flucht über die sogenannte Balkanroute näher in den Blick nehmen und uns mit der
Lebenssituation von People on the Move an der bosnisch-kroatischen Grenze beschäftigen. Das
bosnisch-kroatische Grenzgebiet hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Hotspot der
humanitären und politischen Katastrophe auf der Balkanroute entwickelt. Tausende Menschen
sind im bosnischen Grenzkanton Una-Sana gestrandet, weil die kroatische Polizei systematisch
gewaltvolle Pushbacks (illegale Rückführung von Kroatien nach Bosnien) durchführt. Die EU
finanziert diese rechtswidrige, unmenschliche Gewalt und unterstützt den brutalen Grenzschutz
aktiv mit. Weil People on the Move ihr Recht auf einen Asylantrag in der EU verwehrt wird,
müssen sie Wochen, Monate und teilweise sogar Jahre unter menschenunwürdigen
Bedingungen in Bosnien ausharren.

Der gemeinnützige Verein BL!NDSPOTS (https://blindspots.support) möchte direkte
solidarische Hilfe für People on the Move im bosnischen Grenzkanton Una-Sana leisten,
bestehende zivilgesellschaftliche Strukturen vor Ort stärken und öffentliche Aufmerksamkeit
für die Orte humanitärer und politischer Krisen schaffen, für die die menschenverachtende
Abschottungspolitik der EU verantwortlich ist.

Lina und Marita sind Mitglieder von Blindspots e.V. und waren beide 2021 bzw. 2022 mehrere Monate im bosnisch-kroatischen Grenzgebiet aktiv. Lina Urbat ist schwerpunktmäßg als Koordinatorin in der direkten Supportarbeit auf dem westlichen Balkan tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung und Kooperation zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Aktivist:innen und Netzwerken. Außerdem arbeitet sie als Bildungstrainerin zu den Themen (Zwangs-)Migration und koloniale Kontinuitäten und vertritt Blindspots e.V. im Stiftungsrat des Stiftungsfond zivile Seenotrettung.
Marita ist neben ihrem direkten, solidarischen Support für People on the Move auch journalistisch zu den Themen Migration und Flucht aktiv und hat u.a. den Blindspots-Podcast "Freedom of Movement" mitproduziert und co-moderiert.

Lina und Marita sind Mitglieder von Blindspots e.V. und waren beide 2021 bzw. 2022 mehrere Monate im bosnisch-kroatischen Grenzgebiet aktiv. Lina Urbat ist schwerpunktmäßg als Koordinatorin in der direkten Supportarbeit auf dem westlichen Balkan tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung und Kooperation zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Aktivist:innen und Netzwerken. Außerdem arbeitet sie als Bildungstrainerin zu den Themen (Zwangs-)Migration und koloniale Kontinuitäten und vertritt Blindspots e.V. im Stiftungsrat des Stiftungsfond zivile Seenotrettung.
Marita ist neben ihrem direkten, solidarischen Support für People on the Move auch journalistisch zu den Themen Migration und Flucht aktiv und hat u.a. den Blindspots-Podcast "Freedom of Movement" mitproduziert und co-moderiert.