2026-05-22 –, Wiesenbühne Language: Deutsch
Global regt sich Protest gegen Big Tech und Hyperscale Rechenzentren. Erstmal arbeiten dabei techkritische Aktivist*innen und die Klimagerechtigkeitbewegung zusammen. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den rasant zuspitzenden Umweltauswirkungen von GenAi und Big Tech ein und skizziert den Widerstand und die Utopien gegen die Zukunftsversion aus dem Silicon Valley.
Generative KI ist seit 2023 als Hype-Thema der Tech-Industrie nicht mehr wegzudenken. Mit der Einführung der großes Sprachmodelle, gaben Google, Microsoft und Meta ihre Klimaziele auf und sind nun gierig nach Strom. Alleine Open AI plant durch Hyperscale-Rechenzentren bis 2033 so viel Strom zu verbrauchen wie Indien. Alles unter dem Versprechen mit “Artificial General Intelligence” alle großen Probleme der Menschheit lösen zu können - von der Wohnungskrise, über Ungleichheit zur Heilung aller Krebsarten. Die Bundesregierung hofft auf 10% Wirtschaftswachstum durch GenAI und gibt dafür Gaskraftwerken für Rechenzentren grünes Licht.
In Zeiten der sich zuspitzenden Klimakrise, nehmen Regierungen den massiven massivem Energie- und Wasserverbrauch, globale Lieferketten für Hardware, extraktive Rohstoffpolitik – und eine wachsende Abhängigkeit von wenigen faschistoiden Tech-Konzernen in Kauf.
Doch es regt sich globaler Widerstand gegen Abhängigkeit der großen Tech-Konzerne, den Ausbau von Hyper-Scale Rechenzentren und der rosaroten Tech-Sicht auf die Zukunft des Planeten. Erstmals arbeiten kritische Techbewegung und Gruppen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung eng zusammen und organisieren Protest, Kampagnen und Vernetzungstreffen.
Dieser Talk stellt die aufkeimenden Proteste vor, analysiert die Umweltauswirkungen generativer KI und diskutiert Utopien jenseits der Vorstellungen des Silicon Valley.
Joschi Wolf (they/them) ist Journalistin, Bildungsreferentin und Umweltingenieur*in und seit über zehn Jahren in der Umwelt- und Klimagerechtigkeitsbewegung aktiv.
