11th World Congress of the Hedonist International

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Databroker Files: Was wir gegen die Allianz von Überwachungskapitalismus und Überwachungsstaat tun können
2026-05-22 , Wiesenbühne
Language: Deutsch

Das Geschäft mit unseren Daten ist vollkommen außer Kontrolle. Hochgradig genaue Standortdaten, die angeblich nur für Werbezwecke gesammelt werden, sind zur globalen Handelsware geworden. Nicht nur Trumps Abschiebe-Miliz ICE gehört zu den Kunden der Databroker. Auch soziale Bewegungen lassen sich damit überwachen. Vermeintlich harmloses Werbe-Tracking ist inzwischen eine ernste Gefahr für uns alle. Wenn wir ihr begegnen wollen, braucht es mehr als individuellen Selbstschutz.


Datenhändler verschleudern Milliarden Standortdaten von unseren Handys. Die Datensätze sind so genau, dass wir darin selbst Bewegungsmuster von Geheimdienstmitarbeiter:innen identifizieren können. Gesammelt werden sie angeblich nur zu Werbezwecken, aber jede:r kann sie sich besorgen: Stalkende Ex-Partner, Nazis auf der Jagd nach politischen Gegner:innen, sogenannte Sicherheitsbehörden, die nach vermeintlich Linksextremen suchen.

So wird vermeintlich harmloses Werbe-Tracking zur Gefahr für alle. In den letzten Jahren ist eine globale Schattenindustrie entstanden, die darauf spezialisiert ist, Geheimdienste und Polizeien mit Daten aus der Werbeindustrie zu versorgen. In den USA gehört unter anderem Trumps Abschiebe-Miliz ICE zu den Kunden. Überwachungsstaat und Überwachungskapitalismus wachsen zusammen.

Mit den "Databroker Files" haben wir von netzpolitik.org gemeinsam mit Kolleg:innen von BR den illegalen Datenhandel aufgedeckt. Der Talk soll über den Status Quo aufklären und Lösungsansätze diskutieren, wie es besser werden kann.

See also:

Ingo Dachwitz, Journalist bei netzpolitik.org.