11th World Congress of the Hedonist International

11th World Congress of the Hedonist International

Kritische Männlichkeitsgruppen als hedonistische Aktion?
2026-05-22 , Jurte
Language: Deutsch

Der Workshop thematisiert, wie die patriarchale Sozialisation cis Männer zu einer Gefahr macht: für TINFA und LGBTQ+ Communities, aber auch für cis Männer selbst. Er fragt nach individueller und kollektiver Verantwortung von cis Männern, der Rolle kritischer Männlichkeitsgruppen und nach lustvollen Wegen, Männlichkeit zu dekonstruieren. Offen für alle, im Fokus: cis Männer.


Cis Männer stellen eine Gefahr dar: für Frauen, für trans und inter Menschen, für queere und nicht‑binäre Personen, für Schwule, Lesben, Bi‑ und asexuelle Menschen – und auch für cis Männer selbst. Sie sind eine Gefahr in den eigenen vier Wänden, am Arbeitsplatz, auf der Strasse und auf dem Dancefloor.
Warum? Weil cis Jungs und Männer durch ihre Sozialisierung unter anderem Dominanz, Abgrenzung, Aggression, Härte, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit verinnerlichen und reproduzieren.
Das klingt nach Fatalismus: sind cis Männer zur ewigen Täterschaft verdammt? Oder können sie sich aus diesen Fängen befreien und vielleicht sogar einen Beitrag leisten zu einer hedonistischeren, solidarischeren, weniger von männlicher Dominanz geprägten Gesellschaft? Und wenn ja: welche individuelle und kollektive Verantwortung folgt daraus?
In diesem Workshop widmen wir uns insbesondere der kollektiven Dimension: Reicht individuelle Selbstreflexion über die eigene cis-männliche Sozialisation aus – oder braucht es kollektive Räume kritischer Männlichkeit, damit gemeinsam Verantwortung übernommen werden kann?
Wir fragen: Können kritische Männlichkeitsgruppen eine Entlastung für TINFA- und LGBTQ+ Communities sein, indem sie Arbeit übernehmen, die sonst von diesen Communities geleistet werden muss? Wie lässt sich verhindern, dass daraus wieder selbstbezogene Männerrunden werden, die letztlich nur das bestätigen, was sie eigentlich hinterfragen wollten? Und ist es vielleicht sogar möglich, das Dekonstruieren von Männlichkeit zu etwas Lustvollem zu machen – für sich selbst und für die Gesellschaft?
Komm vorbei, diskutiere mit – und gründe vielleicht am Ende deine eigene kritische Männlichkeitsgruppe :)

Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich primär an cis‑Männer, da es genau darum geht, als cis-Männer Verantwortung zu übernehmen. Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten sind gleichwohl willkommen – ob als Gäst:innen, Mitdiskutierende oder kritische Begleitung.

Cis männlich sozialisiert, mit der eigenen Geschlechtsidentität hadernd, interessiert am Aufbau kollektiver Räume, um u.a. cis Männlichkeit zu dekonstruieren.